Schulveranstaltungen Sekundarstufe

Geografie, Geschichte, Fremdsprachen, Politik, Wirtschaftswissenschaft – das sind nur einige Fächer, in denen globale Zusammenhänge und die Zukunftsfähigkeit unserer Welt in der Sekundarschule präsent sind. Unsere Referent*innen kommen aus dem Globalen Süden bzw. sind Expert*innen für spezifische globale Themen und unterstützen Sie dabei, komplexe Sachverhalte verständlich zu machen und Handlungsspielräume aufzuzeigen.

Auch Veranstaltungen im fächerverbindenen, fachübergreifenden Unterricht oder bei Projekttagen sind möglich.

Hier finden Sie einige Beispielveranstaltungen! Sprechen Sie uns bitte an, wenn Sie andere Themenvorschläge haben, wir möchten gern da anknüpfen, wo Sie im Unterricht unsere Unterstützung brauchen.

Digitales Echtzeit-Bildungsangebot

Die vergessene Wurzel von Europas Reichtum

Die vergessene Wurzel von Europas Reichtum

In diesem digitalen Echtzeit-Bildungsangebot setzen sich die Teilnehmenden mit dem Thema Kolonialismus, als Ursache der ungleichen Verteilung von Reichtum
und Macht zwischen den Ländern des Globalen Südens und Globalen Nordens auseinander. Die Teilnehmenden schärfen ihren Blick für den Teil der globalen Geschichte, der in Europa ignoriert bzw. verdrängt wird, ohne den aber Europas Reichtum und die damit verbundene heutige globale Ungleichheit nicht verstanden werden kann. Mit vielfältigen Methoden (z.B. Video oder Quiz) wird den Fragen nachgegangen, was Kolonialismus ist, welche Auswirkungen er bis heute (nicht nur) auf globale Ungleichheit hat und wie Europa heute mit seiner Kolonialgeschichte umgehen sollte.

Ablauf:

Zunächst werden wir uns über die Unvollständigkeit unseres Alltagswissen über Kolonialismus bewusst, lernen dann Christopher Columbus als Wegbereiter des europäischen Kolonialismus kennen und erarbeiten uns grundlegendes Wissen über Kolonialismus. Anschließend lernen wir Beispiele für die wirtschaftliche Ausbeutung der Kolonien durch die Kolonialmächte kennen und werden uns über alltägliche koloniale Kontinuitäten bewusst. Daraufhin entwickeln wir eigene Positionen, wie heutzutage mit dem Unrecht der Kolonialzeit und der daraus resultierenden Ungleichheit umgegangen werden sollte und lernen Aktivist*innen (als Nachkommen der kolonialisierten Gesellschaft) und deren Forderungen zur Widergutmachung kolonialer Ausbeutung kennen.

Themen: Kolonialismus und koloniale Kontinuitäten

Fächer: Ethik, Politische Bildung, Geschichte, Geografie

Zielgruppe: Sekundarstufe 1 und 2 (ab 8. Klasse), Berufsschule, Lehrkräfte, Multiplikator*innen

Dauer: 4 Stunden (inklusive Pausen)

Technische Voraussetzungen: Internetfähiges Endgerät (Laptop/PC) mit Kamera und Mikrofon

Fluchtgründe, globale Fluchtbewegungen und Asylanerkennung

Fluchtgründe, globale Fluchtbewegungen und Asylanerkennung

In diesem digitalen Echtzeit-Bildungsangebot beschäftigen sich die Schüler*innen mit Fluchtgründen, globalen Fluchtbewegungen und Asylanerkennung. Sie reflektieren ihre eigene Haltung zum Thema Flucht und lernen Ansätze für Handlungsmöglichkeiten kennen.

Ablauf:
Das digitale Echtzeit-Bildungsangebot startet mit einer anonymen Umfrage zum Thema Flucht, Migration und eigene Haltung. Diese wird an späterer Stelle ausgewertet und dient dann als Grundlage für eine Diskussion über gesellschaftliche und eigene Haltungen, Wissen und Handlungsmöglichkeiten. Anschließend beschäftigen sich die Schüler*innen auf einer persönlichen und informativen Ebene mit unterschiedlichen Gründen, das eigene Land zu verlassen. Anschließend schätzen die Schüler*innen ein, welche Gründe, das eigene Land zu verlassen, als Asylgrund anerkannt sind. Die Einschätzungen werden aufgelöst und diskutiert. Danach folgt ein Input zu globalen Hintergründen von Fluchtmigration und die Umfrage vom Beginn wird ausgewertet und diskutiert. Abschließend dient ein kurzer Filmclip über eine Band von Geflüchteten als möglichst positiver Abschluss des Workshops.

Themen: Flucht und Asyl

Fächer: Ethik, Politische Bildung

Zielgruppe: Sekundarstufe 1 und 2 (ab 9. Klasse), Berufsschule, Lehrkräfte, Multiplikator*innen

Dauer: 4 Stunden (inklusive Pausen)

Technische Voraussetzungen: Internetfähiges Endgerät (Smartphone/Laptop/PC/Tablet) mit Kamera und Mikrofon & BigBlueButton App

Gesundheit für alle!

Gesundheit für alle!

In dem digitalen Echtzeit-Bildungsangebot stellen wir uns die Frage, inwiefern die Länder Deutschland, Mosambik und USA im Hinblick auf die Erreichung der Nachhaltigkeits-Agenda 2030 aufgestellt sind und was sie noch anpacken müssen. Fragen wie: „Wie sehen die Gesundheitssysteme aus? Und wie zugänglich sind sie?“ werden genauso thematisiert, wie: „Wessen Lebensrealitäten werden hier gesehen bzw. nicht gesehen?“ Hierfür geben wir den Teilnehmenden Kontextinformationen zu den Gesundheitssystemen sowie den Schwierigkeiten und Potenzialen, die diese mitbringen. Ziel der Einheit ist es, den Blick zu weiten, durch die Gegenüberstellung Deutschland/Mosambik/USA das „Eigene“ besser beurteilen zu können, eine Gerechtigkeitsdebatte anzustoßen und Empathie zu fördern. Die Themen und Methoden wurden gemeinsam mit der Hamburger Beruflichen Schule für medizinische Fachberufe auf der Elbinsel Wilhelmsburg erarbeitet, erprobt und weiterentwickelt.

Thema: Globale Aspekte von Gesundheit

Fächer: Ethik, politische Bildung, WAT

Zielgruppe: Sekundarstufe 1 und 2 (ab 9. Klasse), Berufsschule, Lehrkräfte, Multiplikator*innen

Dauer: 2-4 Stunden (inklusiven Pausen)

Technische Voraussetzungen: Internetfähiges Endgerät (Smartphone/Laptop/PC/Tablet) mit Kamera und Mikrofon & BigBlueButton App

Teller oder Tonne? Lebensmittelverschwendung und was wir dagegen tun können

Teller oder Tonne? Lebensmittelverschwendung und was wir dagegen tun können

In diesem digitalen Echtzeit-Bildungsangebot werden Schüler*innen über die Entstehung, den Umfang und die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung informiert. Ziel ist es, dass die Schüler*innen sich eine eigene Meinung bilden und diese erklären können. Außerdem reflektieren sie, welche Akteure in Bezug auf die Thematik wichtig sind und wer welche Verantwortung trägt. Sie beschäftigen sich mit politischen, wirtschaftlichen und persönlichen Handlungsoptionen. Und sie fühlen sich selbst handlungsfähig und haben das Gefühl, etwas zur Verbesserung der Situation auch im kleinsten Sinne beitragen zu können.

Ablauf:

Nach einem Einstieg mit Assoziationen zu Begriffen und Bildern sehen die Schüler*innen einen kurzen Film, bekommen einen interaktiven Input und vertiefen/festigen ihr erworbenes Wissen in einem Quiz. Anschließend erarbeiten sie in einem kleinen Simulationsspiel Handlungsmöglichkeiten zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung auf lokaler, wirtschaftlicher und individueller Ebene.

Thema: Entstehung, Umfang und Vermeidung von Lebensmittelverschwendung

Fächer: Ethik, WAT

Zielgruppe: Sekundarstufe 1 und 2 (ab 9. Klasse), Berufsschule, Lehrkräfte, Multiplikator*innen

Dauer: 3,5-4 Stunden (inklusive Pausen)

Technische Voraussetzungen: Internetfähiges Endgerät (Smartphone/Laptop/PC/Tablet) mit Kamera und Mikrofon & BigBlueButton App

Critical Literacy am Beispiel von Nachrichten zum Klimawandel

Critical Literacy am Beispiel von Nachrichten zum Klimawandel

In diesem digitalen Echtzeit-Bildungsangebot geht es darum, sich anhand von Nachrichten zum Thema Klimawandel eine kritische und reflektive Haltung zu Quellen verschiedener Art zu erarbeiten. Im ersten Teil geht es darum, den Unterschied zwischen Meinungen und Fakten herauszuarbeiten und verschiedene Texte und Quellen auf ihre Glaubwürdigkeit zu untersuchen. Im Anschluss geht es darum, Kriterien für eine gute Quelle herauszuarbeiten und diese an Beispielen anzuwenden. Dabei lernen die Teilnehmenden verschiedene Institutionen kennen, die Klimawandelnachrichten erstellen kennen. Daran anschließend geht es darum, Social Media einer kritischen Betrachtung zu unterziehen, mit Blick auf die Rolle, die verschiedene Kanäle in der Verbreitung von (Falsch-)Nachrichten spielen. Abschließend geht es um eine Reflexion des Gelernten und ein Anreißen weiterführender Überlegungen zum Thema Klimawandel und Fake News. Ziel ist es, das die Teilnehmenden Reflexionskompetenz und analytische Fähigkeiten anhand verschiedener Quellen und Argumentationsstrategien zum öffentlichen Diskurs über den Klimawandel entwickeln. Sie können kritisch beleuchten und abwägen, nach welchen Kriterien Lügen von Fakten und Meinungen zu unterscheiden sind, in welchen Kontexten ein Fake für wahr gehalten wird und wie Social Media Kanäle sich für den Diskurs zum Klimawandel eignen.

Thema: Medienkompetenz am Beispiel Klimawandel

Fächer: Deutsch, Geografie, Politische Bildung

Zielgruppe: Sekundarstufe 1 und 2 (ab 10. Klasse), Berufsschule, Lehrkräfte, Multiplikator*innen

Dauer: 4 1/4 Stunden (inklusive Pausen)

Technische Voraussetzungen: Internetfähiges Endgerät (Smartphone/Laptop/PC/Tablet) mit Kamera und Mikrofon & BigBlueButton App

Faire Arbeit - gutes Leben?!

Faire Arbeit – gutes Leben?!

In der Auseinandersetzung mit der Frage »Faire Arbeit – gutes Leben?!« lernen die Teilnehmenden verschiedene Perspektiven auf das Thema wie Entlohnung, gesellschaftliche Anerkennung und die Geschlechtsspezifik von Berufen und Tätigkeiten kennen. Diese Betrachtungen berühren Fragen von Gerechtigkeit und gutem Leben in Deutschland. In Vertiefungs-Übungen werden Perspektiven aus dem Globalen Süden durch den Blick auf Arbeitsbedingungen in der Fast Fashion Industrie, aber auch in der Produktion von Smartphones kritisch verstanden und reflektiert. Ziel des digitalen Echtzeit-Bildungsangebots ist die grundlegende Reflexion der Begriffe „faire Arbeit“ und „gutes Leben“ mit zunächst konkreten, nahen Beispielen und zunehmend abstrakteren, globalen Perspektiven aus dem Globalen Süden auf die Frage nach globaler Gerechtigkeit zu überprüfen.

Thema: Gesellschaftlicher Anerkennung, Entlohnung und globalen Aspekten von Arbeit

Fächer: Ethik, Politische Bildung, Philosophie

Zielgruppe: Sekundarstufe 1 und 2 (ab 7. Klasse), Lehrkräfte, Multiplikator*innen

Dauer: 4 Stunden (inklusive Pausen)

Technische Voraussetzungen: Internetfähiges Endgerät (Smartphone/Laptop/PC/Tablet) mit Kamera und Mikrofon & BigBlueButton App

Wo kommt eigentlich mein T-Shirt her?

Wo kommt eigentlich mein T-Shirt her?

In diesem digitalen Echtzeit-Bildungsangebot geht es um die konventionelle Textilproduktion und deren dramatische Auswirkungen auf die Umwelt und die an der Produktion beteiligten Arbeitnehmer*innen. Nach einem spielerischen Einstieg ins Thema Textil wird die Wertschöpfungskette eines klassischen Baumwoll-T-Shirts nachvollzogen und anhand der Produktionsschritte des Baumwollanbaus und des Nähens genauer untersucht. Anschließend geht es darum bereits bestehende Lösungsansätze und Alternativen kennenzulernen und diese kritisch zu hinterfragen. Abschließend reflektieren die Teilnehmenden über politische, wirtschaftliche und individuelle Verantwortlichkeiten und suchen nach Veränderungsmöglichkeiten auf allen, im Besonderen aber auf der individuellen Ebene. So soll das digitale Echtzeit-Bildungsbot zum einen Wissen über vorherrschende Missstände und bereits bestehende Alternativansätze vermitteln, die eigene Urteilsbildung fördern und die Teilnehmenden zum anderen zum selbstständigen Handeln einladen.

Thema: Auswirkungen von konventioneller Textilproduktion

Fächer: Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, WAT

Zielgruppe: Sekundarstufe 1 und 2 (ab 8. Klasse), Berufsschule, Lehrkräfte, Multiplikator*innen

Dauer: 2 – 4 Stunden (inklusive Pausen)

Technische Voraussetzungen: Internetfähiges Endgerät (Smartphone/Laptop/PC/Tablet) mit Kamera und Mikrofon & BigBlueButton App

Planspiel "Tod in yPhone City"

Planspiel „Tod in yPhone City“

In diesem digitalen Echtzeit-Bildungsangebot geht es um die Fragen „Wo kommt mein Smartphone her?“ und „Durch wessen Hände ist es bereits gegangen?“. Im Vordergrund stehen die Arbeitsbedingungen in der Smartphoneproduktion in China. Viele namenhafte Konzerne, wie zum Beispiel Apple, lassen aus vielerlei Gründen ihre Produkte (Hardware) in China herstellen und zusammenbauen. Nach einem Einstieg in das Thema Smartphone und die Bedeutung dieses Produktes für den „modernen“ Menschen wird mittels eines Planspiels der komplexe Weg von der Herstellung bis zum Konsumenten für die Teilnehmenden des Workshops erlebbar gemacht. Hier sehen sich die Teilnehmenden in ihren Rollen mit bestimmten Problemen konfrontiert.  Durch kommunizieren, verhandeln, beraten und streiten der verschiedenen, am Herstellungsprozess beteiligten Akteure, soll am Ende des Planspiels eine von den Teilnehmenden erarbeite Lösung stehen.

Anschließend geht es darum, dass die Teilnehmenden sich eine eigene Meinung zum Thema bilden und diese diskutieren. Diese Phase wird durch eine zweistufige Auswertung des Planspiels eingeleitet. Abschließend reflektieren sie über politische, wirtschaftliche und individuelle Verantwortlichkeiten und suchen nach Veränderungsmöglichkeiten. Auch die Frage, wie die Teilnehmenden selbst aktiv werden können, wird besprochen. So soll das digitale Echtzeit-Bildungsangebot zum einen Wissen vermitteln und zum anderen die eigene Urteilsbildung fördern und zum Handeln einladen.

Thema: Arbeitsbedingungen

Fächer: Ethik, Geografie, politische Bildung, WAT

Zielgruppe: Sekundarstufe 1 und 2 (ab 8. Klasse), Berufsschule, Lehrkräfte, Multiplikator*innen

Dauer: 4 Stunden (inklusive Pausen)

Technische Voraussetzungen: Internetfähiges Endgerät (Smartphone/Laptop/PC/Tablet) mit Kamera und Mikrofon & BigBlueButton App

Bildungsangebote

Tod in Yphone-City – Planspiel zu den Arbeitsbedingungen in der globalen Elektroindustrie

Tod in Yphone-City – Planspiel zu den Arbeitsbedingungen in der globalen Elektroindustrie

Im Zentrum des Planspiels stehen Arbeitsbedingungen in der Elektronikindustrie. Die Schüler*innen schlüpfen in die Rollen von Manager*innen, Arbeiter*innen und deutscher Handy-Fangemeinde und lernen beteiligte Akteure mit ihren Interessen und Handlungsspielräumen kennen.

Handy reloaded! – Auf welchem Müllberg unsere Handys landen

Handy reloaded! – Auf welchem Müllberg unsere Handys landen

Elektroschrott ist der momentan am schnellsten wachsende Abfallberg in Europa. Etwa 10 kg verursacht durchschnittlich jede deutsche Person im Jahr. Obwohl die Entsorgung und das Recycling in Deutschland klar geregelt sind, werden 150.000 t Elektroschrott in asiatische und afrikanische Staaten verschifft und führen dort zu massiven Umweltschäden und Gesundheitsbelastungen.

Die dreistündige Unterrichtseinheit beginnt mit einem interaktiven Einstieg (Basisinformationen, Quiz und Filme). Den Kern der Veranstaltung bildet ein Planspiel, in dem die Schüler*innen z.B. in die Rollen einer Regierung, Gewerkschaft, Menschenrechtsorganisation oder eines internationalen Elektronikkonzern schlüpfen und Handlungsmöglichkeiten gegen die Probleme suchen. Zum Abschluss wird der Transfer der Ergebnisse in die Realität der Jugendlichen diskutiert.

Deutsch-Namibische Beziehungen – vom Kolonialismus bis heute

Deutsch-Namibische Beziehungen – vom Kolonialismus bis heute

Namibia war eine deutsche Kolonien. Nicht nur die Verantwortung für die brutale Kolonialvergangenheit legt eine Beschäftigung mit Namibia nahe. Die Unabhängigkeit Namibias vom südafrikanischen Apartheidsstaat fällt in die Zeit der deutschen Wiedervereinigung. Neben historischen und aktuellen Entwicklungen in Namibia werden soziale, wirtschaftliche und ökologische Merkmale des Landes dargestellt.

Globale Textilindustrie

Globale Textilindustrie

In dieser Schulveranstaltung werden globale Zusammenhänge der Textilproduktion auf ihre ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit untersucht. Schwerpunkte sind Fragen rund um den Baumwollanbau sowie Arbeitsbedingungen in der globalisierten Textil- und Bekleidungsindustrie. Zudem werden verschiedene Lösungsansätze vorgestellt, wie z.B. der kontrolliert biologische Baumwollanbau, die Durchsetzung internationaler Konventionen, der Faire Handel, Monitoringverfahren, Audits, Zertifizierungen und die Kampagne für saubere Kleidung.

Wem gehört der Wald? Ein Planspiel

Wem gehört der Wald? Ein Planspiel

Ort des Planspiels ist Peru: Ein Stück Wald, das von Indigenen und anderen bewohnt wird, soll wirtschaftlich genutzt werden. Welche Firma bekommt den Zuschlag? Die Firma, die für möglichst viele Arbeitsplätze und viel Profit steht, oder die Firma, die den Wald nachhaltig bewirtschaften möchte? Am Ende entscheidet die Regierung, wer den Zuschlag bekommt.

In der Analyse geht es um Handlungsspielräume verschiedener Akteure und ihre Grenzen sowie um die realen Hintergründe des Falles.

Für dieses Planspiel liegt auch eine vereinfachte Version für Schüler*innen mit Schwierigkeiten in den Bereichen Konzentration, Abstraktion und Lesekompetenz vor.

Mord in Matto Grosso do Sul - Anbau von Soja in Brasilien

Mord in Mato Grosso do Sul

Wer glaubt, in Europa wird noch kein genverändertes Saatgut verwendet und deshalb hätten diese Produkte mit uns nichts zu tun, wird im Workshop überrascht sein. Denn längst füttern deutsche Landwirt*innen ihre Tiere mit genveränderten Futtermitteln – vornehmlich Soja. Dieses Soja wird zu einem erheblichen Anteil aus Brasilien und Argentinen importiert. Dort kurbelt es nicht nur die Wirtschaft an, sondern verstärkt auch die Abholzung, die Vertreibung indigener Völker und die Verschmutzung der Umwelt. Im Planspiel „Mord in Mato Grosso do Sul” schlüpfen die Teilnehmenden z.B. in die Rollen der brasilianischen Regierung, Landwirt*innen sowie Indigenen und erfahren die Komplexität des Themas. In der Auswertung kommen unter anderem Handlungsmöglichkeiten im Alltag der Schüler*innen zur Sprache.

Für dieses Planspiel liegt eine vereinfachte Version für Schüler*innen mit Schwierigkeiten in den Bereichen Konzentration, Abstraktion und Lesekompetenz vor.

Ich wollt, ich wär (k)ein Huhn - Planspiel zu Hühnerexporten nach Ghana

Ich wollt, ich wär (k)ein Huhn – Planspiel zu Hühnerexporten nach Ghana

Im Planspiel zu Hühnerexporten nach Ghana schlüpfen die Schüler*innen in die Rollen beteiligter Akteure. Der reale Grundkonflikt ist: Ghana wird mit tiefgefrorenen Geflügelresten aus Europa sowie Nord- und Südamerika überschwemmt, während die einheimische Geflügelwirtschaft in den Konkurs geht.

Fluchtgründe, Asyl und Lebensrealität von Geflüchteten in Deutschland

Fluchtgründe, Asyl und Lebensrealität von Geflüchteten in Deutschland

Dieser dreistündige Workshop versucht zu einem Perspektivwechsel in Bezug auf Geflüchtete anzuregen und diese als individuelle Menschen mit eigener Geschichte, eigenen Erfahrungen und Wünschen darzustellen. Weiterhin werden viele Fragen zur Einreise nach Deutschland, dem deutschen Asylsystem und zur Lebenswirklichkeit von Geflüchteten beantwortet.

Durch Methoden wie „Refugee-Chair“ in einer abgewandelten Form werden globale Zusammenhänge zwischen Wohlstand, Lebenssituation von Menschen, kriegerischen Auseinandersetzungen, wirtschaftlichen Situationen und Fluchtgründen zielgruppengerecht aufgezeigt.

Und mittels eines Einstellungsfragebogen zu Beginn der Bildungsveranstaltung, der am Ende ausgewertet wird, können intensive Diskussionen mit den Schüler*innen zu ihren Erfahrungen, Ängsten und Wünschen geführt werden. Daran schließt sich eine realistische Auseinandersetzung zu Handlungsmöglichkeiten der Jugendlichen an.

The Winner Takes It All?! Vom Kolonialismus und Kapitalismus

The Winner Takes It All?! Vom Kolonialismus und Kapitalismus

Die 42 reichsten Menschen der Welt besitzen so viel wie die ärmere Hälfte der Welt – knapp 4 Milliarden Menschen. Und wie ist es in Deutschland? Auch hier nimmt Ungleichheit zu – in vielen Städten wird Wohnraum zunehmend zu einem Luxus, den sich nur noch reiche Menschen leisten können. Mit aktivierenden Methoden wollen wir dem Thema soziale Ungleichheit in den zwei Modulen „Kolonialismus als vergessene Wurzel von Europas Reichtum“ & „Ungleichheit im Kapitalismus“ auf den Grund gehen.

Wirtschaft, Wohlstand, Arbeitskampf

Wirtschaft, Wohlstand, Arbeitskampf

Die Veranstaltung bietet einen Einstieg zum Thema Arbeitsbedingungen und gewerkschaftliche Organisierung. In einem Planspiel  wird veranschaulicht, wie in Unternehmen durch die Produktion von Waren Wohlstand geschaffen und wie Arbeiter*innen durch Streiks ihren Anteil an diesem Wohlstand vergrößern können. Die Ergebnisse des Planspiels werden danach mit der realen Situation gewerkschaftlicher Organisierung abgeglichen: Wie entsteht ein regulärer Streik in Deutschland? Unter welchen Bedingungen sind Streiks erfolgreich? Welche anderen Formen des Arbeitskampfes werden in Deutschland und weltweit noch genutzt, um bessere Arbeitsbedingungen zu erreichen?

Einladung zum Leichenschmaus - Planspiel zum Thema Nachhaltigkeit im Gastgewerbe

Einladung zum Leichenschmaus – Planspiel zum Thema Nachhaltigkeit im Gastgewerbe

Die Rahmenhandlung besteht aus einem Mordfall: Einer der Manager einer Restaurantkette wurde ermordet. Die Schüler*innen schlüpfen in die Rollen von Mitarbeiter*innen, verfolgen die Berichterstattung zum Mord und lösen dabei Aufgaben rund um die Themen Nachhaltigkeit und Globalisierung. Wie sich herausstellt, wollte der Manager den Betrieb auf nachhaltiges Wirtschaften umstellen. Aber wer hat ihn nun umgebracht? War es die globalisierungskritische Aktionistin, die Marketingfirma, ein Aktionär oder gar die geldgierige Witwe? Im Live-Krimi finden die Schüler*innen es am Ende heraus und festigen dabei spielerisch ihr Wissen zu nachhaltigem Wirtschaften im Gastgewerbe.

Im Portal Globales Lernen in Berlin finden Sie weitere Veranstaltungsbeispiele des EPIZ und anderer Organisationen des Globalen Lernens.

„Besonders gut gefallen hat mir das Einfühlungsvermögen der Referentin in die Gedankenwelt der Schüler_innen, die kompetente und zielgerichtete Leitung und Förderung der einzelnen Plangruppen.“

Jutta Albrecht-Richer, Hans-Litten-Schule Oberstufenzentrum Recht und Wirtschaft über den Workshop „Tod on Coxfonn City – Arbeitsbedingungen in der IT-Industrie“

„Besonders gut gefallen hat mir die Lebendigkeit der Veranstaltung, die Einbeziehung der Schüler und der Medieneinsatz, der wohldosiert und abgestimmt war.“

H-J. Neumann, Margarethe – von -Witzleben-Schule, Sonderpädagogisches Förderzentrum mit Schwerpunkt Hören über den Workshop „Entwicklungspolitik am Beispiel Ghana“

„Besonders gut gefallen hat mir die sehr gute Vorbereitung der Referentinnen, das Zeitmanagement, die gute Verbindung von Theorie und Praxis und die Endprodukte des Workshops“

Fr. Bleck, Werner-von-Siemens-Gymnasium über einen Workshop zum Thema Kolonialismus und Globalisierung