Fortbildungen für Multiplikator*innen

Mit unseren Weiterbildungsangeboten für Referent*innen verfolgen wir unterschiedliche Ziele:

  • die Fachkompetenz der Referent*innen fördern, indem Themenbereiche des Globalen Lernens erarbeitet, vertieft und diskutiert werden,
  • die didaktische–methodische Kompetenz der Referent*innen fördern, indem unterschiedliche pädagogische Qualitätsaspekte am konkreten Beispiel reflektiert werden,
  • den Austausch und die Vernetzung der Referent*innen zu fördern sowie neue Impulse für bestehende oder zu entwickelnde Veranstaltungskonzepte zu geben.

Mit der Themenauswahl möchten wir:

  • auf veränderte schulische Anforderungen reagieren,
  • Angebote zur Vertiefung von Themen machen, die eine hohe Nachfrage haben,
  • neue Impulse für bewährte Themen des Globalen Lernens geben.

Qualifizierungsreihe 2022

Sie möchten Ihre Kompetenzen im Konzipieren von Workshops zum Thema Kolonialismus ausbauen und neue Methodenkompetenzen auf der Schnittstelle zwischen kultureller und politischer Bildung erwerben? Dann nehmen Sie an unserer kostenfreien Qualifizierungsreihe für Multiplikator*innen teil!

Ausgehend vom Projekttag „Kolonialismus – Körper, Kunst und Kultur“ setzen Sie sich mit verschiedenen Perspektiven des Globalen Lernens und der politischen Bildung im Museum auseinander. Sie beschäftigen sich mit Objekten und Digitalisaten und beziehen Provenienzen in ihre Überlegungen ein. Sie erproben neue Vermittlungsansätze, Formate und Methoden. Praxisorientiert lernen Sie so verschiedene Bildungsformate zum Thema Kolonialismus zu konzipieren.

Die Qualifizierungsreihe 2022 wird koordiniert von EPIZ – Zentrum für Globales Lernen in Berlin. Durchgeführt wird sie von COMPA e.V. – einem Verein bolivianischer Künstler*innen – und den Staatlichen Museen zu Berlin. Der Projekttag „Kolonialismus – Körper, Kunst & Kultur“ wurde im Rahmen des Projekts „Politische Bildung in Museen“ konzipiert. Ein weiteres Angebot wird mit Digitalisaten im WeltRaum Berlin im Berlin Global Village von EPIZe.V. realisiert.

 

Weitere Informationen zur Reihe finden Sie hier.

Dauer: 7 ganztägige Termine, März – Oktober 2022

Teilnahmegebühr: kostenfrei

Begrenzte Teilnehmer*innenzahl – !Keine Plätze mehr frei!

Einführung Projekttag „Kolonialismus – Körper, Kunst und Kultur“

28. April | 9:0017:00

In dieser Fortbildung für Lehrer*innen und Multiplikator*innen werden die Teilnehmer*innen  praxisnah und handlungsorientiert in den neuen Projekttag „Kolonialismus – Körper, Kunst und Kultur“ eingeführt. In Auseinandersetzung mit  Museumsobjekten, die über Körper, Kunst und Kultur im globalen Süden Aufschluss geben, erwerben sie Wissen über koloniale Kontinuitäten. Sie setzen sich mit der Kolonialgeschichte Deutschlands sowie der Rolle Berlins auseinander und erörtern, wie sie mit diesem Thema Lernen in globalen Zusammenhängen gestalten können.

Die Anmeldung erfolgt über die Seite von Haus BastIan – Zentrum für kulturelle Bildung bis zum 25. April 2022.

EPIZ Fortbildungen für Referent*innen für Schul-Workshops

10. Juni | 14:0016:30          17. Juni | 14:00 – 18:00          24. Juni | 14:00 – 18:00

Gesucht: Referent*innen für Schul-Workshops zum Globalen Lernen

EPIZ ist ein Zentrum für Globales Lernen. Wir sind ein gemeinnütziger Verein und machen seit mehr als 35 Jahren Bildungsarbeit für Lehrkräfte, Schüler*innen und Multiplikator*innen. Unsere Arbeit trägt dazu bei, vergangene und gegenwärtige globale Zusammenhänge erkennbar zu machen und in diesem Rahmen die eigene Rolle und Verantwortung zu reflektieren. Es geht uns um soziale Gerechtigkeit, Menschenrechte und die Zukunftsfähigkeit unserer Welt.
Für die Arbeit mit Schüler*innen hat EPIZ viele Planspiele zu Themen des Globalen Lernens aber auch Unterrichtskonzepte wie zum Thema Flucht entwickelt, die auch sehr stark nachgefragt werden, bei denen wir allerdings immer wieder auch Schwierigkeiten haben, freiberuflichen Referent*innen zu finden. Deshalb sind auf der Suche nach Referent*innen mit – Südperspektive bzw. Erfahrungen im Globalen Süden – Kenntnissen zu und Interesse an Globalisierungsthemen – Spaß an der Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen – einer positiven Einstellung zu Schule und Unterricht – einer rassismuskritischen Haltung – Zeit für Schulveranstaltungen am Vormittag – Verlässlichkeit in der organisatorischen Abwicklung der Workshops – erweitertem Führungszeugnis (bei Neubeantragung ist die Abrechnung der Kosten möglich)

Wir bieten
– Möglichkeiten zu kollegialer Beratung und Hospitation
– zahlreiche Materialien zum Globalen Lernen in unserer Mediothek
– eine lebendige Feedbackkultur
– Vernetzungsmöglichkeiten mit anderen Referent*innen und Organisationen
– ein Honorar von 60 € pro Stunde
– jährliche Fortbildungen zu Inhalten und Methoden des Globalen Lernens

Ausführliche Informationen über das Konzept des Globales Lernens und Workshops finden Sie auch in unserem Handbuch für Referent*innen.
Ganz konkret möchten wir Ihnen folgende Fortbildungstermine vorschlagen:

 

10.06.2022, 14.00 – 16.30 Uhr EPIZ-Planspiele für Fortgeschrittene
An diesem Termin werden alle vom EPIZ erstellten Planspiele für vorgestellt und wir möchten damit Referent*innen mit Planspielerfahrung einen Überblick bieten.
Wir wollen uns mit dem pädagogischen Potential des Planspiels auseinandersetzen. Als Beispiel können Sie sich gern das Planspiel Tod in yPhone City zum Thema IT & Arbeitsrechte anschauen.

Hier geht’s zur Anmeldung

 

17.06.2022, 14.00 – 18.00 Uhr EPIZ-Planspiele für Einsteiger*innen
Dieser Termin richtet sich an Referent*innen ohne viel Planspielerfahrung. Wir fokussieren uns darauf, wie Planspiele als Methode für Globales Lernen genutzt werden können und konzentrieren uns auf die Durchführung der EPIZ Planspiele. Als Beispiel schauen Sie sich gern das Planspiel Heißer Draht zum Thema Kupfer Abbau und Elektrotechnik an.

Hier geht’s zur Anmeldung

 

24.06.2022, 14.00 – 18.00 Uhr
An diesem Termin wird die vom EPIZ erstellte Broschüre „Flucht, Asyl und Lebenssituation von Geflüchteten“ vorgestellt und das enthaltene Unterrichtsmaterial exemplarisch durchgeführt.

Zur Broschüre:
Migrationsgeschichten sind in Schulen präsent, sowohl durch Geflüchtete in Willkommensklassen oder Unterkünften in der Nähe von Schulen als auch durch familiäre Geschichten der Schüler*innen. In dieser Broschüre wird ein vierstündiges Unterrichtskonzept vorgestellt, welches viele Fragen zu Fluchtgründen, zur Einreise nach Deutschland, zum deutschen Asylsystem und zur Lebenswirklichkeit von Geflüchteten zu beantworten versucht. Globale Zusammenhänge zwischen Wohlstand, Lebenssituationen von Menschen, kriegerischen Auseinandersetzungen, wirtschaftlichen Situationen und Fluchtgründen werden aufgezeigt.

Hier geht’s zur Anmeldung

 

Alle Termine finden in den Räumlichkeiten des EPIZ, Am Sudhaus 2, Altbau 3. OG, 12053 Berlin statt.
Bei Interesse melden Sie sich bitte bis zum 27.05.22 bei bewerbung@epiz-berlin.de oder unter 030/692 64 19!

Wir freuen uns auf Sie!
Das EPIZ-Team

Kapitalismus für Einsteiger*innen: Fortbildung zu einem Bildungsmaterial für die kritische ökonomische Grundlagenbildung

9. September | 10:0017:00

Ob soziale Ungleichheit oder Klimawandel, technischer Fortschritt oder die Organisation des Familienlebens – Wirtschaft prägt Gesellschaft, Politik und Umwelt. Diese Zusammen-hänge so aufzuarbeiten, dass sie für Schüler*innen verständlich und interessant sind, ist aber eine große Herausforderung.

In der Fortbildung werden Methoden für die schulische und außerschulische Jugendbildung vorgestellt, die einen Einstieg ins Verständnis des Wirtschaftssystems für Schüler*innen ab der 9. Klasse schaffen. Beispielhaft wird das Modul „Wirtschaft und Ökologie“ vorgestellt, das als Projekttag in der außerschulischen Bildung umgesetzt werden kann, aber auch im Rahmen von Doppelstunden im regulären Schulunterricht umgesetzt werden kann.

Im Zentrum des Moduls steht ein Planspiel, in dem die Schüler*innen in die Rollen von Ge-schäftsführung und Belegschaft eines Unternehmens schlüpfen und Güter produzieren, die gewinnbringend am Markt verkauft werden müssen. Im Rahmen einer Umweltkonferenz werden die negativen ökologischen Auswirkungen der Produktion thematisiert. Im Folgenden können die Teilnehmenden verschiedene Wege erproben, die Produktion im Planspiel nachhaltiger zu gestalten.
In der Auswertung werden die Erfahrungen aus dem Planspiel in eine Analyse der ökonomi-schen Wirklichkeit übertragen. Dabei wird ein besonderer Fokus auf den Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Dynamik und ökologischen Folgen gelegt und verschiedene Lösungsansätze aus dem Planspiel (z.B. ökologisch bewusster Konsum) auf ihre Wirksamkeit untersucht. Zum Abschluss diskutieren die Schüler*innen die Frage, wie aus ihrer Sicht das Wirtschaftssystem ökologischer gestaltet werden könnte.

Neben diesem Modul werden auch in Kurzform weitere Varianten des Moduls mit anderen inhaltlichen Schwerpunkten als Ökologie vorgestellt.

Nach der Fortbildung erhalten die Teilnehmenden eine Fotodokumentation von der Veranstaltung und alle erforderlichen Materialien (Präsentationen, Arbeitsblätter), um die Fortbildung selbst durchzuführen.

Anmeldungen erfolgen hier bis zum 01.09.2022.

Globales Lernen für Sehende und Nichtsehende gleichermaßen zugänglich machen – am Beispiel Kakao, Textilien und Fairer Handel

16. September | 9:0016:00

Einführung zum inklusiven Lernkoffer „Unsichtbar? Hinter den Kulissen globaler Waren“

„Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern“, so lautet das vierte SDG (Sustainable Development Goal). Das Material „Unsichtbar? Hinter den Kulissen globaler Waren“ möchte einen Beitrag zum Erreichen dieses Ziels leisten. Mit der Materialsammlung möchten wir pädagogische Fachkräfte und Bildungsaktive dazu anregen, die Individualität aller Menschen als einen selbstverständlichen Teil der Gesellschaft, des Zusammenlebens und somit von Schule zu betrachten.

Der Koffer enthält taktile und auditive Materialien sowie Vorschläge für Übungen im Themenfeld Globalen Lernens. Diese können von Menschen mit und ohne Sehbehinderung gleichermaßen als Teilnehmende und Anleitende barrierearm genutzt werden.

Während der Referent*innenfortbildung werden wir uns praktisch und theoretisch damit beschäftigen, wie Bildungsveranstaltungen mit Menschen mit und ohne Sehbehinderung gelingen können. Wie können Barrieren und Berührungsängste abgebaut werden? Wir werden verschiedene Methoden zu den Themen Kakao, Textilien und Fairer Handel kennenlernen, ausprobieren und diskutieren. Die Teilnehmenden sollen befähigt werden, die Materialen des Koffers für eigene Bildungsangebote zu verwenden.

Der Koffer kann über das EPIZ – Zentrum für Globales Lernen Berlin sowie das Bildungsprojekt des Marburger Weltladens ausgeliehen werden.

Anmeldungen erfolgen hier bis zum 16.09.2022.

Der Rahmenlehrplan für Berlin und Brandenburg in Theorie und Praxis: Wie passen unsere Angebote zu den Bedürfnissen und Vorgaben in den Schulen?

17. Oktober | 12:0014:00

Seit dem Schuljahr 2017/2018 sind die übergreifenden Themen im Rahmenlehrplan 1-10 für Berlin und Brandenburg verankert. Ab dem Schuljahr 2022/2023 werden die übergreifenden Themen auch für die gymnasiale Oberstufe unterrichtswirksam. Damit ist auch das Thema Nachhaltige Entwicklung/Lernen in globalen Zusammenhängen integraler Bestandteil von der Grundschule bis zur Sekundarstufe II in der Berliner Schule. Ziel ist, dass Schüler und Schülerinnen lernen, „aktiv und verantwortungsbewusst, gemeinsam mit anderen an nachhaltigen Entwicklungsprozessen lokal und global teilzuhaben und Entscheidungen für die Zukunft zu treffen.“

Wie können außerschulische Angebote dazu beitragen, Lehrkräfte unterschiedlicher Fächer und Jahrgangsstufen aber auch Pädagoginnen und Pädagogen im Ganztagsbereich dazu beitragen, das übergreifende Thema in der Schule umzusetzen und dabei Gestaltung- und Handlungskompetenzen zu fördern?

In dem angebotenen blended-learning Format stellen im ersten online-Termin (17.10.2022) die Referierenden Tatjana Beilenhoff-Nowicki, Lars Böhme und Harry Funk von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie die grundsätzliche Funktionsweise des Rahmenlehrplans vor und zeigen mögliche Anschlussmöglichkeiten im Unterricht für Angebote externer Kooperationspartner. Darüber hinaus soll der Ganztagsbereich als weiteres Handlungsfeld für externe Kooperationspartner vorgestellt werden.

Im zweiten Termin vor Ort (7.11.2022, 9.00-12.00 Uhr) wird es in Kleingruppen Gelegenheit geben, die eigenen Bildungsangebote mit Unterstützung der Referierenden auf die Rahmenlehrpläne der verschiedenen Schulstufen (Grundschule, Sek I und II) abzustimmen.

 

Anmeldungen mit Angabe, ob nur für 1. Termin oder für 1. + 2. Termin bitte bis zum 7.10.2022 bei bte-bbb@enagement-global.de