Veranstaltungen in der Sekundarschule

Geografie, Geschichte, Fremdsprachen, Politik, Wirtschaftswissenschaft – das sind nur einige Fächer, in denen globale Zusammenhänge und die Zukunftsfähigkeit unserer Welt in der Sekundarschule präsent sind. Unsere Referent_innen kommen aus dem Globalen Süden bzw. sind Expert_innen für spezifische globale Themen und unterstützen Sie dabei, komplexe Sachverhalte verständlich zu machen und Handlungsspielräume aufzuzeigen.

Auch Veranstaltungen im fächerverbindenen, fachübergreifenden Unterricht oder bei Projekttagen sind möglich.

Hier finden Sie einige Beispielveranstaltungen! Sprechen Sie uns bitte an, wenn Sie andere Themenvorschläge haben, wir möchten gern da anknüpfen, wo Sie im Unterricht unsere Unterstützung brauchen.

Tod in Coxfon City – Arbeitsbedingungen in der globalen Elektroindustrie

Tod in Coxfon City – Arbeitsbedingungen in der globalen Elektroindustrie

Im Zentrum des Planspiels stehen Arbeitsbedingungen in der Elektronikindustrie. Die Schüler_innen schlüpfen in die Rollen von Manager_innen, Arbeiter_innen und deutscher Handy-Fangemeinde und lernen beteiligte Akteure mit ihren Interessen und Handlungsspielräumen kennen.

Handy reloaded! – Auf welchem Müllberg unsere Handys landen

Handy reloaded! – Auf welchem Müllberg unsere Handys landen

Elektroschrott ist der momentan am schnellsten wachsende Abfallberg in Europa. Etwa 10 kg verursacht durchschnittlich jede deutsche Person im Jahr. Obwohl die Entsorgung und das Recycling in Deutschland klar geregelt sind, werden 150.000 t Elektroschrott in asiatische und afrikanische Staaten verschifft und führen dort zu massiven Umweltschäden und Gesundheitsbelastungen.

Die dreistündige Unterrichtseinheit beginnt mit einem interaktiven Einstieg (Basisinformationen, Quiz und Filme). Den Kern der Veranstaltung bildet ein Planspiel, in dem die Schüler_innen z.B. in die Rollen einer Regierung, Gewerkschaft, Menschenrechtsorganisation oder eines internationalen Elektronikkonzern schlüpfen und Handlungsmöglichkeiten gegen die Probleme suchen. Zum Abschluss wird der Transfer der Ergebnisse in die Realität der Jugendlichen diskutiert.

Wertschöpfungskette eines Computers

Wertschöpfungskette eines Computers

PC und Notebook sind als Arbeitsgeräte in Büroberufen kaum wegzudenken. Trotzdem wissen die meisten Nutzer_innen wenig über ihren täglichen Begleiter. Im Workshop lernen angehende Bürokaufleute ihren Rechner von einer globalen Seite kennen. Chile, Kongo, China, Deutschland, Indien und Nigeria sind nur einige Ursprungsorte im Leben eines PCs. Jeder Computer ist das Ergebnis von Know-how, Technik, Arbeit und Rohstoffen aus allen Kontinenten. Das bedeutet aber nicht, dass alle Beteiligten gleichermaßen davon profitieren. Wirtschaftliche Ausbeutung, schlechte Arbeitsbedingungen, katastrophale Folgen für die Umwelt beim Abbau der notwendigen Rohstoffe und in den Geräten enthaltene Giftstoffe, die bei Produktion und Entsorgung freigesetzt werden, sind kaum bekannt und werden wenig thematisiert. Am Beispiel des Computers lassen sich Mechanismen, Chancen und Risiken der Globalisierung gut illustrieren.

Globale Textilindustrie

Globale Textilindustrie

In dieser Schulveranstaltung werden globale Zusammenhänge der Textilproduktion auf ihre ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit untersucht. Schwerpunkte sind Fragen rund um den Baumwollanbau sowie Arbeitsbedingungen in der globalisierten Textil- und Bekleidungsindustrie. Zudem werden verschiedene Lösungsansätze vorgestellt, wie z.B. der kontrolliert biologische Baumwollanbau, die Durchsetzung internationaler Konventionen, der Faire Handel, Monitoringverfahren, Audits, Zertifizierungen und die Kampagne für saubere Kleidung.

Wem gehört der Wald? Ein Planspiel

Wem gehört der Wald? Ein Planspiel

Ort des Planspiels ist Peru: Ein Stück Wald, das von Indigenen und anderen bewohnt wird, soll wirtschaftlich genutzt werden. Welche Firma bekommt den Zuschlag? Die Firma, die für möglichst viele Arbeitsplätze und viel Profit steht, oder die Firma, die den Wald nachhaltig bewirtschaften möchte? Am Ende entscheidet die Regierung, wer den Zuschlag bekommt.

In der Analyse geht es um Handlungsspielräume verschiedener Akteure und ihre Grenzen sowie um die realen Hintergründe des Falles.

Für dieses Planspiel liegt auch eine vereinfachte Version für Schüler_innen mit Schwierigkeiten in den Bereichen Konzentration, Abstraktion und Lesekompetenz vor.

Mord in Matto Grosso Süd

Mord in Matto Grosso Süd

Wer glaubt, in Europa wird noch kein genverändertes Saatgut verwendet und deshalb hätten diese Produkte mit uns nichts zu tun, wird im Workshop überrascht sein. Denn längst füttern deutsche Landwirt_innen ihre Tiere mit genveränderten Futtermitteln – vornehmlich Soja. Dieses Soja wird zu einem erheblichen Anteil aus Brasilien und Argentinen importiert. Dort kurbelt es nicht nur die Wirtschaft an, sondern verstärkt auch die Abholzung, die Vertreibung indigener Völker und die Verschmutzung der Umwelt. Im Planspiel „Mord in Mato Grosso do Sul” schlüpfen die Teilnehmenden z.B. in die Rollen der brasilianischen Regierung, Landwirt_innen sowie Indigenen und erfahren die Komplexität des Themas. In der Auswertung kommen unter anderem Handlungsmöglichkeiten im Lebens- und Berufsalltag der Schüler_innen zur Sprache.

Für dieses Planspiel liegt eine vereinfachte Version für Schüler_innen mit Schwierigkeiten in den Bereichen Konzentration, Abstraktion und Lesekompetenz vor.

Ich wollt, ich wär (k)ein Huhn

Ich wollt, ich wär (k)ein Huhn

Im Planspiel zu Hühnerexporten nach Ghana schlüpfen die Schüler_innen in die Rollen beteiligter Akteure. Der reale Grundkonflikt ist: Ghana wird mit tiefgefrorenen Geflügelresten aus Europa sowie Nord- und Südamerika überschwemmt, während die einheimische Geflügelwirtschaft in den Konkurs geht.

Nachhaltige Reisen

Nachhaltige Reisen

Nach einem spielerischen Einstieg, in dem das Vorwissen der Teilnehmer_innen abgefragt wird, erarbeiten die Schüler_innen gemeinsam die verschiedenen Dimensionen von Nachhaltigkeit im Tourismusbereich. Sie analysieren Reisekataloge und erstellen eine Collage zu einer nachhaltigen Reise.

Fluchtgründe, Asyl und Lebensrealität von Geflüchteten in Deutschland

Dieser dreistündige Workshop versucht zu einem Perspektivwechsel in Bezug auf Geflüchtete anzuregen und diese als individuelle Menschen mit eigener Geschichte, eigenen Erfahrungen und Wünschen darzustellen. Weiterhin werden viele Fragen zur Einreise nach Deutschland, dem deutschen Asylsystem und zur Lebenswirklichkeit von Geflüchteten beantwortet.

Durch Methoden wie „Refugee-Chair“ in einer abgewandelten Form werden globale Zusammenhänge zwischen Wohlstand, Lebenssituation von Menschen, kriegerischen Auseinandersetzungen, wirtschaftlichen Situationen und Fluchtgründen zielgruppengerecht aufgezeigt.

Und mittels eines Einstellungsfragebogen zu Beginn der Bildungsveranstaltung, der am Ende ausgewertet wird, können intensive Diskussionen mit den Schüler_innen zu ihren Erfahrungen, Ängsten und Wünschen geführt werden. Daran schließt sich eine realistische Auseinandersetzung zu Handlungsmöglichkeiten der Jugendlichen an.

Im Kalender finden Sie unter „Termine auf Anfrage“ weitere Veranstaltungsbeispiele.

„Besonders gut gefallen hat mir das Einfühlungsvermögen der Referentin in die Gedankenwelt der Schüler_innen, die kompetente und zielgerichtete Leitung und Förderung der einzelnen Plangruppen.“

Jutta Albrecht-Richer, Hans-Litten-Schule Oberstufenzentrum Recht und Wirtschaft über den Workshop „Tod on Coxfonn City – Arbeitsbedingungen in der IT-Industrie“

„Besonders gut gefallen hat mir die Lebendigkeit der Veranstaltung, die Einbeziehung der Schüler und der Medieneinsatz, der wohldosiert und abgestimmt war.“

H-J. Neumann, Margarethe – von -Witzleben-Schule, Sonderpädagogisches Förderzentrum mit Schwerpunkt Hören über den Workshop „Entwicklungspolitik am Beispiel Ghana“

„Besonders gut gefallen hat mir die sehr gute Vorbereitung der Referentinnen, das Zeitmanagement, die gute Verbindung von Theorie und Praxis und die Endprodukte des Workshops“

Fr. Bleck, Werner-von-Siemens-Gymnasium über einen Workshop zum Thema Kolonialismus und Globalisierung