Angebote für berufliche Schulen

Sie sind eine Berliner Schule oder machen eine Klassenfahrt nach Berlin? – EPIZ bietet berufsspezifische Veranstaltungen für Auszubildende an. Die Veranstaltungen knüpfen an berufsrelevante Fragestellungen und an die Erfahrungswelt Jugendlicher an. Bekannte Produkte oder Problemfelder (wie Rohstoffe und Arbeitsbedingungen) werden aus globalen Perspektiven behandelt. Ziel ist es, komplexe Sachverhalte verständlich zu machen und berufliche und persönliche Handlungsspielräume zu entwickeln. Die Veranstaltungen basieren auf den Unterrichtsmaterialien der Reihe BERUFE GLOBAL G+, welche Sie im Menü Publikationen downloaden können.

Für folgende Branchen bieten wir Schulveranstaltungen an. Wenn Sie auf die Überschriften klicken, finden Sie eine Auswahl an konkreten Veranstaltungsbeispielen:

Berufe im Bereich Sozialwesen

Identitätskarussell

Diese Veranstaltung bietet einen Einstieg ins Thema vorurteilsbewusste Erziehung und Bildung. Lisa hat ein Hörgerät, Paul kann besser französisch als deutsch, Mercans Mutter hat seit Neuestem eine Freundin – und Sie selbst? Hier dreht sich alles um Identitäten und die Frage, wie Pädagog_innen mit der Vielfalt in ihren Einrichtungen produktiv umgehen können.

Kinder und Rechte

Alle Kinder haben die gleichen Rechte – aber was heißt das? Und was hat es mit dem Alltag in pädagogischen Einrichtungen zu tun? Auf interaktive und kreative Weise beschäftigen sich die Teilnehmenden mit den internationalen Kinderrechten.

Super Bücher

Mit Beispielen für Bücher, die unterschiedliche Lebenswelten und Identitäten wertschätzend wiedergeben, macht diese Veranstaltung Lust auf eine Auseinandersetzung mit dem Thema Diskriminierung und Kinderbücher – und Lust auf einen Einsatz von Büchern, die allen Kindern Spaß machen!

Kartoffel Global

Wie kam die Kartoffel eigentlich aus den Anden nach Deutschland? Was für Geschichten und Legenden sind mit ihr verknüpft? Und was gibt es noch alles zu wissen? Die Auszubildenden erfahren Überraschendes über dieses Grundnahrungsmittel und werden zu eigenen Projekten zum Thema inspiriert.

Büroberufe

Tod in Coxfon City - Arbeitsbedingungen in der globalen Elektronikindustrie

Im Zentrum des Planspiels stehen Arbeitsbedingungen in der Elektronikindustrie. Die Schüler_innen schlüpfen in die Rollen von Manager_innen, Arbeiter_innen und deutscher Handy-Fangemeinde und lernen beteiligte Akteure mit ihren Interessen und Handlungsspielräumen kennen. Anschließend diskutieren die Auszubildenden u.a. darüber, wie eine faire Beschaffung aussehen kann.

Handy reloaded! – Auf welchem Müllberg unsere Handys landen

Elektroschrott ist der momentan am schnellsten wachsende Abfallberg in Europa. Etwa 10 kg verursacht durchschnittlich jede deutsche Person im Jahr. Obwohl die Entsorgung und das Recycling in Deutschland klar geregelt sind, werden 150.000 t Elektroschrott in asiatische und afrikanische Staaten verschifft und führen dort zu massiven Umweltschäden und Gesundheitsbelastungen der dortigen Bevölkerung.

Die dreistündige Unterrichtseinheit beginnt mit einem interaktiven Einstieg (Basisinformationen, Quiz und Filme). Den Kern der Veranstaltung bildet ein Planspiel, in dem die Schüler_innen z.B. in die Rollen einer Regierung, Gewerkschaft, Menschenrechtsorganisation oder eines internationalen Elektronikkonzern schlüpfen und Handlungsmöglichkeiten gegen die Probleme suchen. Zum Abschluss wird der Transfer der Ergebnisse in die Realität der Jugendlichen diskutiert.

Wertschöpfungskette eines Computers

PC und Notebook sind als Arbeitsgeräte in Büroberufen kaum wegzudenken. Trotzdem wissen die meisten Nutzer_innen wenig über ihren täglichen Begleiter. Im Workshop lernen angehende Bürokaufleute ihren Rechner von einer globalen Seite kennen. Chile, Kongo, China, Deutschland, Indien und Nigeria sind nur einige Ursprungsorte im Leben eines PCs. Jeder Computer ist das Ergebnis von Know-how, Technik, Arbeit und Rohstoffen aus allen Kontinenten. Das bedeutet aber nicht, dass alle Beteiligten gleichermaßen davon profitieren. Wirtschaftliche Ausbeutung, schlechte Arbeitsbedingungen, katastrophale Folgen für die Umwelt beim Abbau der notwendigen Rohstoffe und in den Geräten enthaltene Giftstoffe, die bei Produktion und Entsorgung freigesetzt werden, sind kaum bekannt und werden wenig thematisiert. Am Beispiel des Computers lassen sich Mechanismen, Chancen und Risiken der Globalisierung gut illustrieren.

Finanzberufe

Ethische Geldanlage

Das Arbeitsheft „Gutes Geld“, das sich an angehende Bankkaufleute wendet, ist die Grundlage dieser Veranstaltung. Ausgangspunkt ist ein fiktiver Auftrag der Lebensbank Geschäftsführung, ein Konzept zum Thema Nachhaltigkeit zu entwickeln. Die Auszubildenden erarbeiten sich Hintergrundwissen zu CSR, Ethik als Anlageziel, Positiv- und Negativkriterien, sowie zu Spannungsfelder bei Großinvestitionen. Sie erweitern in Übungen ihre Beratungskompetenz hinsichtlich nachhaltiger Aspekte. Die Inhalte knüpfen an die Lernfelder 3 und 4 des Rahmenlehrplans für Bankkaufleute im ersten Ausbildungsjahr an.

Handel

Globale Textilproduktion

In dieser Schulveranstaltung werden globale Zusammenhänge der Textilproduktion auf ihre ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit untersucht. Schwerpunkte sind Fragen rund um den Baumwollanbau sowie Arbeitsbedingungen in der globalisierten Textil- und Bekleidungsindustrie. Zudem werden verschiedene Lösungsansätze vorgestellt, wie z.B. der kontrolliert biologische Baumwollanbau, die Durchsetzung internationaler Konventionen, der Faire Handel, Monitoringverfahren, Audits, Zertifizierungen und die Kampagne für saubere Kleidung. In Rollenspielen üben die Schüler_innen Kund_innengespräche.

Fairer Handel am Beispiel Gewürze

Wo und wie werden typische Gewürze angebaut? Wie werden sie im Herkunftsland verwendet? Was bedeutet Fairer Handel mit Gewürzen? In der Veranstaltung lernen die Auszubildenden Faire Siegel kennen und diskutieren je nach Branche berufliche Handlungsoptionen wie faire Beschaffung oder Bewerbung fairer Produkte.

Wertschöpfungskette eines Computers

PC und Notebook sind als Arbeitsgeräte in Büroberufen kaum wegzudenken. Trotzdem wissen die meisten Nutzer_innen wenig über ihren täglichen Begleiter. Im Workshop lernen angehende Bürokaufleute ihren Rechner von einer globalen Seite kennen. Chile, Kongo, China, Deutschland, Indien und Nigeria sind nur einige Ursprungsorte im Leben eines PCs. Jeder Computer ist das Ergebnis von Know-how, Technik, Arbeit und Rohstoffen aus allen Kontinenten. Das bedeutet aber nicht, dass alle Beteiligten gleichermaßen davon profitieren. Wirtschaftliche Ausbeutung, schlechte Arbeitsbedingungen, katastrophale Folgen für die Umwelt beim Abbau der notwendigen Rohstoffe und in den Geräten enthaltene Giftstoffe, die bei Produktion und Entsorgung freigesetzt werden, sind kaum bekannt und werden wenig thematisiert. Am Beispiel des Computers lassen sich Mechanismen, Chancen und Risiken der Globalisierung gut illustrieren.

Holzverarbeitende Berufe

Wem gehört der Wald? Ein Planspiel

Ort des Planspiels ist Peru: Ein Stück Wald, das von Indigenen und anderen bewohnt wird, soll wirtschaftlich genutzt werden. Welche Firma bekommt den Zuschlag? Die Firma, die für möglichst viele Arbeitsplätze und viel Profit steht, oder die Firma, die den Wald nachhaltig bewirtschaften möchte? Am Ende entscheidet die Regierung, wer den Zuschlag bekommt.

In der Analyse geht es um Handlungsspielräume verschiedener Akteure und ihre Grenzen sowie um die realen Hintergründe des Falles.

Für dieses Planspiel liegt auch eine vereinfachte Version für Schüler_innen mit Schwierigkeiten in den Bereichen Konzentration, Abstraktion und Lesekompetenz vor.

Lebensmittelverarbeitende Berufe

Mord in Mato Grosso Süd

Wer glaubt, in Europa wird noch kein genverändertes Saatgut verwendet und deshalb hätten diese Produkte mit uns nichts zu tun, wird im Workshop überrascht. Denn längst füttern deutsche Landwirt_innen ihre Tiere mit genveränderten Futtermitteln – vornehmlich Soja. Dieses Soja wird zu einem erheblichen Anteil aus Brasilien und Argentinen importiert. Dort kurbelt es nicht nur die Wirtschaft an, sondern verstärkt auch die Abholzung, die Vertreibung indigener Völker und die Verschmutzung der Umwelt. Im Planspiel „Mord in Mato Grosso do Sul“ schlüpfen die Teilnehmenden z.B. in die Rollen der brasilianischen Regierung, Landwirt_innen sowie Indigenen und erfahren die Komplexität des Themas. In der Auswertung kommen unter anderem Handlungsmöglichkeiten im Lebens- und Berufsalltag der Schüler_innen zur Sprache.

Für dieses Planspiel liegt eine vereinfachte Version für Schüler_innen mit Schwierigkeiten in den Bereichen Konzentration, Abstraktion und Lesekompetenz vor.

Einladung zum Leichenschmaus

Die Rahmenhandlung besteht aus einem Mordfall: Einer der Manager einer Restaurantkette wurde ermordet. Die Schüler_innen schlüpfen in die Rollen von Mitarbeiter_innen, verfolgen die Berichterstattung zum Mord und lösen dabei Aufgaben rund um die Themen Nachhaltigkeit und Globalisierung. Wie sich herausstellt, wollte der Manager den Betrieb auf nachhaltiges Wirtschaften umstellen. Aber wer hat ihn nun umgebracht? War es die globalisierungskritische Aktionistin, die Marketingfirma, ein Aktionär oder gar die geldgierige Witwe? Im Live-Krimi finden die Schüler_innen es am Ende heraus und festigen dabei spielerisch ihr Wissen zu nachhaltigem Wirtschaften im Gastgewerbe.

Von Aal bis Zander - Farben auf den Tisch

Die Schüler_innen und Schüler erarbeiten sich durch ein Simulationsspiel Wissen darüber, weshalb die Weltmeere überfischt sind und wie nachhaltige Fischerei funktionieren könnte. Sie lernen gängige Siegel und Fischführer kennen und kalkulieren Gerichte mit nachhaltigem Fisch.

Die kulinarische Reise der Kartoffel

Im Zentrum dieser Veranstaltung steht die Kartoffel – die Geschichte der Kultivierung und der unglaublichen Artenvielfalt. Da die Kartoffel ursprünglich aus Peru den Weg zu uns fand, decken wir den Tisch mit peruanischer Dekoration, und testen peruanische Kartoffelrezepte.

Ich wollt ich wär (k)ein Huhn

Im Planspiel zu Hühnerexporten nach Ghana schlüpfen die Schüler_innen in die Rollen beteiligter Akteure. Der reale Grundkonflikt ist: Ghana wird mit tiefgefrorenen Geflügelresten aus Europa sowie Nord- und Südamerika überschwemmt, während die einheimische Geflügelwirtschaft in den Konkurs geht.

Im Anschluss entwickeln Schüler_innen eigene Handlungsideen. Köch_innen entwickeln eine Speisenfolge unter Verwendung des ganzen Huhns.

Speck im Snack

„Oh, nein!“ denkt da manch einer. Wer isst eigentlich kein Schweinefleisch und wieso? In dieser Veranstaltung geht es um islamische und jüdische Speisevorschriften und religiöse Gründe, kein Schweinefleisch zu essen, sowie um die Frage, welche Zutaten für niemanden tabu sind.

Heissgetränke - oder: beliebte Kolonialware

Kaffee und Kakao gehören auf jede Getränkekarte. Wo kommen diese Produkte eigentlich her? Und weshalb gibt es sie mit fairen Produktsiegeln? Was bedeutet „Fairer Handel“? Die Schüler_innen beschäftigen sich mit den Hintergründen und kalkulieren Preise für fairen Latte Macchiato.

Weizen, Mais & Co.: Wieso steigt der Getreidepreis?

Welche Wirkung haben z.B. Biospritproduktion, Agrarsubventionen und unsere eigene Wegwerfpolitik auf den Getreidepreis? Wie wirken sich höhere Preise in Ländern des Südens aus? Die Schüler_innen entwickeln Ideen für berufliche Handlungsmöglichkeiten und lernen Beispiele kennen, wie sie Kund_innen sozial verantwortungsbewusstes Engagement des Betriebes vermitteln können.

Die Welt der Gewürze

Wo und wie werden typische Backgewürze angebaut? Wie werden sie im Herkunftsland verwendet? Was bedeutet biologischer Anbau und Fairer Handel von Gewürzen? Und was bedeuten sie für Preiskalkulation und Kund_innenberatung?

Zum mitnehmen? - Verpackungen

Ausgangspunkt der Veranstaltung ist die Frage, welche Verpackungsarten in den Bäckereien/Konditoreien der Schüler_innen verwendet werden? Im nächsten Schritt beschäftigen sich die Teilnehmenden mit der Produktion und dem Rohstoffabbau dieser Verpackungsarten. Welche Wirkung haben Produktion und Entsorgung auf Umwelt und Mensch? Was bedeutet es, nachhaltig zu verpacken?

Tourismusbranche

Nachhaltige Reisen

Nach einem spielerischen Einstieg, in dem das Vorwissen der Teilnehmer_innen abgefragt wird, erarbeiten die Auszubildenden gemeinsam die verschiedenen Dimensionen von Nachhaltigkeit im Tourismusbereich. Sie analysieren Reisekataloge und erstellen eine Collage zu einer nachhaltigen Reise.

Weiteres

Unternehmensverantwortung (corporate social responsibility)

Welche Verantwortung hat ein Konzern, wenn Verstöße bei den Zulieferern auftreten? In wie weit können Rohstoffquellen ermittelt werden, wenn an einer Computerherstellung bis zu 300 Firmen beteiligt sind? Welche Anforderungen stellen Kunden und Kundinnen?

Was passiert, wenn ein Großkonzern mit Gewerkschaften, NGOs und Verbraucher_innen gemeinsam eine Lösung finden soll? Wie können Positionen vorgebracht werden? Welche Fähigkeiten und Kenntnisse braucht es für ein nachhaltiges Wirtschaften? Welche Maßnahmen sind sinnvoll und welche nur Greenwashing?

In diesem Planspiel werden Grundfragen nach Verantwortung, Freiwilligkeit, politischen Rahmenbedingungen und Handlungsmöglichkeiten in einer globalisierten Wirtschaft diskutiert und Bezüge zu potentiellen Berufsfeldern der Teilnehmenden hergestellt.

Bei Interesse, mailen Sie an epiz@epiz-berlin.de