cover-csr-manualDie gesellschaftliche Debatte um ein nachhaltiges, die Menschenrechte achtendes Wirtschaften ist in den letzten Jahren intensiver geworden. Der Koalitionsvertrag der Bundesregierung enthält ein Bekenntnis zur Umsetzung der „UN-Leitprinzipen für Wirtschaft und Menschenrechte“. Die EU verabschiedete 2013 die EU-Richtlinie zur „Offenlegung nicht-finanzieller Informationen“, welche Großunternehmen zur Transparenz über ökologische und soziale Folgen ihres Wirtschaftens verpflichtet. Die Frage nach gesetzlichen Rahmenbedingungen, Hintergründen, internationalen Standards und unternehmerischen Strategien der Implementierung (Corporate Social Responsibility – CSR) bekommt somit für Unternehmensleitungen eine höhere Bedeutung.

Der Fokus des Hochschulseminars lag weniger auf einer umfangreichen Wissensvermittlung, sondern vielmehr auf der Auseinandersetzung mit den Themen Nachhaltigkeit, Menschenrechte, unternehmerischer Verantwortung und diversen Strategien der Umsetzung. Verschiedene Gastreferent_innen stellten relevante Standards und Bilanzierungsverfahren vor und berichteten aus ihrer Unternehmenspraxis. Daraus leiten sich unternehmerische CSR-Strategien ab, deren Wirkungen teilweise durch Analysen oder Studien belegt werden können. Weiterhin wurden alternative Ansätze wie die Gemeinwohlökonomie diskutiert.

Im zweiten Teil des Semesters wurden in Kleingruppen Unternehmen analysiert. Diese Analysen bildeten die Grundlage einer abschließenden Präsentation und Diskussion zu CSR-Aktivitäten, Freiwilligkeit, politischen Rahmenbedingungen und Handlungsmöglichkeiten in einer globalisierten Wirtschaft.

Andere Publikationen